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Unternehmensgründung
 

Vorbereitungen einer Unternehmensgründung
Nachfolgend erhalten Sie eine generelle Übersicht über den praktischen Ablauf einer Firmengründung. Wir empfehlen Ihnen jedoch, für die formelle Gründung und Beratung einen Rechtsanwalt oder Treuhänder heranzuziehen.

Eintragungspflicht
Wer ein Handels-, ein Fabrikations- oder ein anderes nach kaufmännischer Art geführtes Gewerbe betreibt, ist verpflichtet, sich am Orte seiner Hauptniederlassung in das Handelsregister eintragen zu lassen. Die Eintragungspflicht beginnt mit der Eröffnung des Betriebes. Als Gewerbe im Sinne der Handelsregisterverordnung ist eine selbständige, auf dauernden Erwerb gerichtete wirtschaftliche Tätigkeit zu betrachten.

Firmenname und Sitz
Die Gesellschaft muss bei der Gründung einen Sitz (Adresse) haben. Dieser Sitz kann aus eigenen Büros bestehen oder bei einem Anwalt oder Treuhänder domiziliert sein. Namensabklärung ist bei den zuständigen Ämtern anzufragen. Der gewünschte Firmenname darf nicht schon in gleicher oder ähnlicher Form existieren. Gesellschaftsstatuten definieren.

Höhe des Aktienkapitals (AG) oder Stammkapitals (GmbH)
Das Mindestkapital ist vom jeweiligen Unternehmenssitz abhängig. Es können auch Vermögenswerte auf die Gesellschaft in Gründung übertragen werden, wie zum Beispiel Sacheinlagen. Kapitaleinzahlungskonto bei einem anerkannten Bankinstitut eröffnen und Kapital einzahlen. Dies kann auch durch einen Rechtsanwalt oder Treuhänder beim gewünschten Bankinstitut eröffnet werden. Art der Aktien bestimmen Namenaktien oder Inhaberaktien, Vertretungsmitglieder wählen und Konditionen festlegen. Revisionsstelle wenn nötig bestimmen.

Gründungsakt
Wir unterscheiden zwischen einer Bargründung die sich schnell und einfach durchführen lässt oder einer Sacheinlagegründung die in der Regel offengelegt und von der Revisionsstelle geprüft werden. Es wird eine öffentliche Urkunde durch einen Notar erstellt. Diese Urkunde wird von der Urkundsperson nach einem gesetzlich festgelegten Verfahren ausgestellt. Die Gründungsmitglieder haben sich mit amtlichen Dokumenten (Pass/Personalausweis) auszuweisen. Vertreter haben sich ebenfalls auszuweisen und eine entsprechende amtlich beglaubigte Vollmacht vorzuweisen. Die Gründer legen alle für die Gründung notwendigen Dokumente vor. Die Dokumente werden überprüft und die Gründer erhalten die Gelegenheit, die Gründungsurkunde nochmals zu lesen, oder die Urkundsperson liest ihnen die Dokumente selber vor. Schliesslich unterzeichnen alle Gründer die Gründungsurkunde und die Statuten. Zum Schluss unterzeichnet die Urkundsperson die Urkunde selber und versieht sie mit einem Beurkundungsstempel. Mit diesem Akt ist die Gründungsversammlung abgeschlossen. Dadurch ist die Gesellschaft aber noch nicht entstanden. Vielmehr hat nun der Verwaltungsrat der Gesellschaft den Auftrag, diese beim Handelsregister anzumelden, denn die Gesellschaft erwirbt erst mit dem Handelsregistereintrag das Recht der Persönlichkeit und existiert fortan als juristische Person. In der Anmeldung ist die einzutragende Gesellschaft unter Angabe von Firma, Sitz (politische Gemeinde), Adresse (Strasse und Hausnummer, evtl. Ortschaft) eindeutig zu identifizieren. Für die Einzelheiten kann auf die beigefügten und in der Anmeldung aufzuführenden Belege verwiesen werden. Die Anmeldung muss vom Präsidenten oder Vizepräsidenten und vom Sekretär oder einem zweiten Mitglied des Verwaltungsrates unterzeichnet sein. Zusätzlich sind die Firmaunterschriften (Geschäftsunterschriften unter Beifügung der Firmenbezeichnung) aller zeichnungsberechtigten Personen (zeichnungsberechtigte Verwaltungsratsmitglieder, Direktoren, Prokuristen usw.) anzubringen. Die Anmeldungs- und Firmaunterschriften sind amtlich beglaubigen zu lassen. Statuten als integrierender Bestandteil der öffentlichen Urkunde. Zwingender Inhalt: Firma, Sitz, Zweck der Unternehmung, Höhe des Aktienkapitals, Einlage („Liberierung“), Art, Anzahl und Nennwert der Aktien, Einberufung der Generalver­sammlung, Stimmrecht der Aktionäre, Organe, Bekanntmachungen. Einzahlungsbestätigung eines anerkannten Bankinstituts.

Domizilannahmeerklärung
Wenn die Aktiengesellschaft nicht über eigene Büros verfügt, ist eine schriftliche Erklärung des Domizilhalters einzureichen, dass er der Gesellschaft an der angegebenen Ad­resse Domizil gewährt.

Übersetzungen
Fremdsprachigen Belegen ist grundsätzlich eine beglaubigte Übersetzung beizufügen.

Sacheinlage- oder Sachübernahmegründungen
Sacheinlage- und Sachübernahmeverträge, Übernahmebilanzen, Inventarlisten, eventuell Gründungsbericht. Beschreibung der Gegenstände, die in die Gesellschaft eingebracht werden, Beschreibung des Zustandes der Gegenstände, Bewertung, Beschreibung der Bewertungsprinzipien, eventuell Prüfungsbestätigung eines Revisors.

Eintragung in das Handelsregister am Sitz der Gesellschaft
Nach Überprüfung der Dokumente wird die Eintragung im Handelsregister vorgenommen. Sobald die Eintragung bestätigt ist, kann die Firma aktiv werden und über das einbezahlte Kapital verfügen. Das Handelsregisteramt meldet automatisch der zuständigen Steuerverwaltung die neu eingetragene Firma. Das Steueramt sendet maßgebliche Dokumente zur steuerlichen Erfassung an die neu gegründete Firma. Wird eine Unternehmung in der Rechtsform der juristischen Peson „neu“ gegründet, gilt für Kapitalgesellschaften und Genossenschaften immer der Tag des Handelsregistereintrages als Stichtag für den Beginn der Steuerpflicht. Dies kann selbst dann gelten, wenn sich der Handelsregistereintrag verzögert hat und bereits vor der Eintragung im Namen der Gesellschaft Geschäfte getätigt wurden, welche diese nach der Gründung übernommen hat  In solchen Fällen sind auch die vor der Gründung abgewickelten Geschäfte in die Bemessungsgrundlage einzubeziehen.

Sozialversicherungen
Das Handelsregisteramt erstattet – nach Eintragung der Firma – Meldung an zuständige Sozialversicherungen. Diese stellen der neu gegründeten juristischen Person einen Fragebogen zur Klärung der Beitragspflicht zu.

Unfallversicherung
Die Unfallversicherung ist für die meisten Länder obligatorisch. In gewissen Branchen muss die Unfallversicherung zwingend über ihre Verbände abgeschlossen werden. Ansonsten kann die Versicherung frei gewählt werden.

 
 
 
 
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